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Assoziation – Dissoziation, im Gefühl aufgehen – die Adlerperspektive

Wie wir uns selbst ins “rechte” Licht rücken -
die zwei Wahrnehmungspositionen

Wenn wir uns an Vergangenes erinnern oder uns zukünftiges vorstellen, können wir uns selbst von außen betrachten oder  die Situation aus der eigenen Perspektive erleben. Diese Wahrnehmungspositionen werden Assoziation und Dissoziation genannt. Sind diese Verhaltensweisen angeboren?

Nein, wir haben im Laufe unseres Lebens unbewusst gelernt mit Situationen umzugehen und uns die Assoziation und Dissoziatoin zu nutze zu machen. Somit können wir diese Aspekte, auf Wunsch, auch wieder verändern.

Worum geht es dabei?

Um den internen Umgang mit Emotionen. Manche Menschen haben sich antrainiert im Stress auf zu gehen und emotional völlig involviert zu sein. Sie spüren quasi den Stress und sind start involviet. Andere gegenüber sind dem Stress gegenüber “resistent” oder auch auf seinem Abstand, dass sie diese Dinge gar nicht an sie heran lassen. Das wird dann oft von den Gestressten wieder emotional kritisiert. Auf der anderen Seite haben Menschen gelernt mit Glücksgefühlen umzugehen. Die einen, indem sie dort gar nicht zu tief eintauchen wollen, ja nicht zu viel des Guten, die anderen sulen sich förmlich im Glück und gehen darin völlig auf.

1. Ganz bei mir – die Assoziation

webasso1Ein Mensch im assoziierten Zustand, erlebt die Situation im Hier und Jetzt, als vollständige Repräsentation der Erfahrung aller Sinneskanäle (V.A.K.). Er sieht mit seinen Augen, hört mit seinen Ohren und fühlt und lebt die Gefühle. Der assoziierte Mensch steckt voll in dieser Wahrnehmung.  Dadurch entfaltet das Erlebnis seinen vollen Genuß.
Ein Genießer lebt diese Vorzüge, indem er sich in angenehmen Situationen diesem aktuellen Erleben hingibt.

2. Ganz weit weg – die Dissoziation webasso3webasso2

Die Dissoziation zeichnet sich dadurch aus, dass der Mensch eine innere Distanz zu seiner Wahrnehmung bekommt. Man nimmt die eigene Person, von einem außenliegenden Standpunkt, wie ein Zuschauer (Zuhörer) wahr.  Darin liegt der Vorteil, denn durch den Abstand zum Geschehen sind Gefühle, in diesem Zustand, nicht bewusst.
Somit hat man das eigene Verhalten besser unter Kontrolle.

2 Reaktionen zu “Assoziation – Dissoziation, im Gefühl aufgehen – die Adlerperspektive”

  1. Gregor

    Für mich war Assoziation – Dissoziation ein äußerst interessantes und lehrreiches Kapitel in der Practitioner-Ausbildung, einmal, um zu erkennen, dass ich mir viel beruflichen Stress selber mache (in Krisensituationen voll “rein”), zum anderen, um damit umgehen zu können (in der nächsten Krisensituation sofort “raus”).

    Habe heute beim Zahnarzt geübt und festgestellt, dass es funktioniert: bei der Behandlung habe ich weniger Schmerz empfunden als beim vorigen Mal (identische Behandlung), indem ich mir gedanklich zugeschaut habe, wie ich behandelt werde.

    Häufiger zum Zahnarzt gehen werde ich deswegen aber trotzdem nicht ;o)

  2. Dirk

    Eine “kluge” Entscheidung. Es reicht wahrscheinlich auch nicht aus, um größere Operationen ohne Narkose zu machen. Wieso schreibe ich wahrscheinlich? Je nach Landkarte und Herkunft wird diese Bemerkung unterschiedlich aufgefasst werden können. Wer gedanklich zu sehr im europäischen Raum “fest steckt” weiß, dass die Narkose ein gängiges Mittel ist um schmerzumenpfindlich zu werden. Fraglich – faszinierend – unglaublich, was manche Eingeborenen in den Urwäldern noch machen. Nasenringe ohne unsere Form der Narkose. Die sich zum Beipiel durch Tanz in eine Trance versetzen. Oder Mönche, welche ihr Neujahrsbad im eiskalten Wasser zu sich nehmen… Alles verwandt mit der Dissoziation – nach jahrelanger Übung.

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