NLP in der Praxis – Videoanalyse
Hallo NLP-Master,
das war ja recht bewegend – die Gesprächssequenz – unsere Auswertung der einzelnen Wahrnehmungen und Vorgehensweisen. Auch die Feedbacks im Seminar haben gezeigt, wie wertvoll unsere Videoanalyse sein kann. Daher hier noch einmal eine Resume aus meiner Sicht.
In Gesprächen ist es immer wieder empfehlenswert zu Kalibrieren und zu Pacen. Dann erst ins Leading gehen. Das ist einfacher gesagt als getan denn eine Frage die wir uns dabei stellen können ist: “Worauf kann – soll ich mich konzentrieren beim Pacen?” (nlp-wissen.de Blogbeitrag “nlp Wahrnehmungsübung” vom 20.01.10) Ich glaube, dass im Laufe der Zeit die 7 plus oder minus zwei sich erweitern und du immer mehr parallel mit bekommst. Deine Aufmerksamkeit wird ausgerichtet und du wirst immer mehr von den relevanten Aspetken erkennen – überprüfen bei der Umsetzung – und dadurch dein Feedback der Kommunikation bekommen. Das ist wie bei dem sprituellen Zahlenspiel am ersten NLP-Tag.
Dann können an dich Fragen unterstützend hilfreich sein. Zum Beispiel: “Wie ist die Argumentation aufgebaut?” (Ursache-Wirkungsprinzip), “Was ist ihm wichtig?” Wie reagiern die anderen Diskussionsteilnehmer darauf?” “Wer führt die Gruppe? – Und aus welchem Grund?”
Und was passiert, wenn du dir diese Fragen stellst? Deine Aufmerksamkeit geht in diese Richtung und sucht nach genau den Antworten! Was wenn du sie nicht stellst? Dann bekommst du irgendetwas – vielleicht diese aufgeführten Antworten vielleicht auch “Man, wie die sich anstellt.” und das ist weniger zielführend.
Reframes – um zu testen, wie dein Gesprächspartner/die Gruppe darauf reagiert. Metaphern, www´s (kommt nächstes Mal), “aber” – “oder” – “obwohl.” Meta-Modell, Milton-Modell etc… alles erzielt Wirkung!
Und… flexible Verhaltensweisen. Wo ist deine Aufmerksamkeit wenn du sprichst? An wen adressiert? Bist du dann assoziiert oder dissonziiert? Im Wechsel? Alle drei Verhaltensweisen können gut sein? Wer entscheidet das? Genau, dein Gegenüber und dein Ziel das du erreichen möchtest. Du hast du Flexibilität, deine Anker und Ressourcen. Ja, deshalb machen wir immer wieder diese Ankerübungen.
Schreib mit. Ich kann mir diese ganzen Argumente der anderen nicht merken. Wenn´s da steht ist es ein leichtes die zu entsprechender Zeit nach zu lesen. Und es zeigt deine Ernsthaftigkeit auf mit der du das Gespräch verfolgst. Dir ist das einfach wichtig, was andere sagen.
Zusammenfassend:
Kalibrieren und Pacen, dir selber wertvolle Fragen stellen, schriftlich fest halten und umsetzen (üben)
darnbleiben und erinnere dich auch immer wieder daran, was bereits alles klappt. Neigen wir doch dazu diese Selbstverständlichkeit zu vergessen. Mich forderst du immer wieder neu heraus, da ich dir das spirituelle Zahlenspiel nur einmal zeigen konnte – dann hast du´s für immer verstanden und erkannt. Somit sei dir auch deiner Lernerfahrungen bewusst.
Freue mich aufs nächste NLP Master Wochenende
Dirk
Viel Spaß dabei


Am 27. Januar 2010 um 18:44 Uhr
Hallo Dirk,
das mit der Lernerfahrung ist so eine Sache……
Ich für meinen Teil habe beim “Videodreh” bzw. bei der anschliessenden Auswertng mal wieder gemerkt wie wenig man von dem gelernten dann letztendlich (bewusst und unbewusst)anwendet. Es waren so wenig Teile, die man anwendet auch mit Blick auf die grosse zur Verfügung stehende Vielfalt, die wir bereits gelernt haben.
Einerseits noch frustrierend, andererseits:
Das heisst für mich, dass insbesondere zwei Aufgaben oberste Priorität haben:
1. Üben, üben, üben, ……
2. Relax, relax, relax…..
Vor diesem Hintergrund, dran bleiben!!!
Grüsse an alle Übenden
Thomas B.
Am 27. Januar 2010 um 18:58 Uhr
Hallo Thomas,
mit einem Lächeln im Gesicht habe ich deinen Kommentar gelesen.
Wenn du magst, dann lies doch noch meinen Beitrag dazu. Da steht unter anderem auch, dass es ebenso wertvoll ist, sich das bereits Erlernte bewusst zu machen…..
Freue mich auf das gemeinsame Üben und Relaxen.
Grüße
Dirk
Am 27. Januar 2010 um 20:02 Uhr
Hallo Dirk,
dazu ist mir noch etwas eingefallen.
Ich glaube, dass es viele von uns “behindert” alles Gelernte gleich in einer solchen Diskussionsrunde anzuwenden, da wir viel zu sehr im Inhalt als in der Struktur des Gespräches verhaftet sind.
Da stelle ich mir dann die Frage, wie man einer Diskussion folgen kann/soll und sein Ziel (in diesem Falle ein geeignetes bzw. passendes Bürozimmer zu bekommen) nicht aus den Augen verlieren möchte, wenn man (zu) wenig auf den Inhalt als vielmehr schwerpunktmässig auf die Struktur achtet.
Ich glaube, dass ich auf beides achten sollte, das ist natürlich schwierig und muss erst gelernt werden, sich auf beides gleichwertig zu konzentrieren.
Was meinst du dazu: Inhalt oder Struktur oder Beides????? Und kommt das dann mit der Zeit automatisch i.S.v. unbewusste Kompetenz?
Danke für eine Einschätzung und einen Erfahrungswert des “Profis”!!!!
LG
Thomas B.
Am 27. Januar 2010 um 23:32 Uhr
Hallo Thomas,
ich glaube mich zu erinnern, dass du sehr viel beruflich mit dem Auto unterwegs bist. Diese Zeit nutzt du unter anderem dazu, Telefonate mit der Freisprechanlage zu führen. Zielorientiert, kommuinkativ hochwertig und so, dass tatsächlich Ergebnisse dabei erzielt werden. Gleichzeitig fährst du vorausschauend und sicher Auto. Manchmal mit hoher Geschwindigkeit, manchmal bei Regen und ab und zu im Stau. Du ahnst es vielleicht schon.
Ja, Struktur und Inhalt ist beides wichtig. Die meisten Menschen haben sich bisher so trainiert, dass sie auf den Inhalt achten – oder meinen es zu tun – und dabei die Struktur häufig aussen vor lassen. Somit ist das ja schon prima trainiert Uauch aktives Zuhören genannt) Daher kann jetzt immer mehr begonnen werden die Struktur, oder die Muster, bewusst wahr zu nehmen. Beides kann dann die Kommunikation wieder auf eine andere Ebene bringen und die Ergebnisse stark steigern. So auch bei Verhandlungen.
Die Unbewusste Kompetenz kommt nicht automatisch. Sie hat den Preis der Arbeit und des Fleißes. Dafür belohnt sie dich im Anschluss mit einem Automatismus, den Rest deines Lebens. Zuverlässig und Konsequent.
Für mich ist es das wert. Und für dich…?
Grüße
Dirk
Am 28. Januar 2010 um 23:14 Uhr
Hallo Dirk,
danke für deine Einschätzung!!
Ja, für mich ist es absolut Wert, dies weiter zu verfolgen und (fürs Weitere) zunehmend auf die Struktur zu achten.
Mit dem Ziel, letztendlich beides (Struktur und Inhalt) gleichberechtigt zu beherrschen. Klar, das ist mit viel Fleiss und Mühe verbunden: ich bin fest davon überzeugt, die Mühen und Anstrengungen lohnen, diesen Weg konsequent zu gehen.
Freue mich daher auf weitere Anregungen und Feedbacks von deiner Seite, um diesem – meinem – Ziel stets einen weiteren Schritt näher zu kommen.
LG
Thomas B.
Am 7. Februar 2010 um 23:09 Uhr
Hallo alle zusammen,
unsere Abteilung hatte am Donnerstag und Freitag eine Klausur-Tagung zur Vorbereitung unseres Modellfabrikforums. Dort sollen Vorträge stattfinden, in welchen die Arbeit vorgestellt werden soll. Es waren höchst interessante Tage für mich. Ich habe meine Wissenschaftler beobachtet und Strukturen erkannt während den Diskussionen. Unter anderem habe ich den Moderator beobachtet und festgestellt, dass er a) kein Moderator war, weil er oft seine eigene Meinung eingebracht hat; b) die Gruppe nicht im Griff hatte, es waren viele Pausen dabei und die Kollegen haben sich oft verloren in ihren Aussagen. Man hätte die ganzen zwei Tage straffen können und hätte einiges an Zeit eingespart, wenn der Moderator seine Führungsfunktion besser wahrgenommen hätte.
Außerdem habe ich durch pacing-leading und durch das Ersetzen des Wortes “aber” durch “und” mein Anliegen durchgesetzt, nachdem es fast am Kippen war. Es waren zwei Sätze, die ich bisher nie mit einem “und” miteinander verbunden hätte, weil sie gar nichts miteinander zu tun haben (dachte ich!). Ich hatte mit dem Satzgefüge eine neue Sehensweise geschaffen.
Und ich habe einen Kollegen “mit ins Boot geholt”, der mit dem Kopf nickte. Ich war selbst ganz fasziniert über das Ergebnis.
Ist doch schon mal was. Es muss ja nicht alles sofort angewendet werden. Stück für Stück näher zum Erfolg.
Viel Spaß dabei wünscht euch Regina