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Glaubenssätze in Organisationen

Wir haben im Master-Kurs erlebt wie stark unsere Glaubenssätze mit darauf einwirken, ob wir ein Ziel erreichen oder nicht. Ich habe erkannt, dass Glaubenssätze nicht nur einzelne Personen beeinflussen sondern auch als Teil einer Unternehmens- oder in meinem Fall einer Projektkultur großen Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg haben können.

In der Organisation meines Kunden habe ich zu dem laufenden Projekt wiederholt Sätze wie  „catastrophe is coming“ gehört. Es herrscht eine Kultur, in der kaum jemand Verantwortung übernehmen mag und alle große Angst vor Fehlern haben. Mit NLP-Kenntnissen ist es hochspannend, die Geschehnisse und Verhaltensweisen hier zu beobachten. Gleichzeitig ist es eine sehr komplexe Aufgabe, eine Kultur zu verändern. Aber letztlich wird sie durch Menschen gestaltet und geprägt und diese können dazulernen. Wo beginnen? Am besten bei  den „leadern“ (und das muss nicht der Chef sein)!

3 Reaktionen zu “Glaubenssätze in Organisationen”

  1. Dirk

    Hallo Maren,

    mit einem Schmunzeln und einer freudigen Verzückung habe ich deinen Beitrag gelesen. Freut mich sehr, dass das Wissen so in der Praxis Anwendung findet. Und… die Frage die sich mir auch stellt ist, ist es das wert eine Organistion, ein Unternehmen zu verändern? Wollen die Leader wirklich Veränderung auf diese Art oder leben die eher das “…haben wir schon immer so gemacht-Syndrom.” Und wenn dem so wäre, dann die Frage: Wo ist das Unternehmen, in dem die Philosophie und die GS mit deinen vorwiegend übereinstimmen.” und so weiter… so kommen wir wieder zu “Wahlfreiheit ist besser als keine Wahlfreiheit.”

    Dirk

  2. Micha

    Hallo Maren und Dirk und sehr verehrtes Publikum,

    auch ich habe schon im Practitioner meine Beobachtungen in verschiedenen Organisationen machen können. Ein “spickeln” hat mich auch schon verstehen lassen, was Glaubenssätze sind und wie mächtig diese sein können. Am Spannensten finde ich hier meine eigenen Glaubenssätze, die mir jetzt auch vermehrt über die Metaspache auffallen.
    Auch ich habe oft das Gefühl “genau zu wissen”, wie sich eine Unternehmenssituation zum “Besseren” änderen ließe. Gerade als Freelancer mit intermediärem Wissen. Jedoch habe ich persönlich hier die Erfahrung gemacht, dass Strukturen begründet sind und sich daher nur schwer ändern lassen, wenn die Bereitschaft hierfür (zumindest bei den Leadern) nicht gegeben ist.
    Mir hat die NLP-Ausbildung bisher in diesem Punkt sehr viel gebracht, so dass ich mich vom “Verbesserungs”-Trieb sehr befreien konnte und daher nun _die Wahl habe_, das Ganze dissoziiert zu betrachten. Bei meinen Kunden kommt genau das sehr positiv an und ich lasse ihnen ihre Glaubenssätze wie sie sind.
    Allerdings freue ich mich auf die Situation, in der es dann dazu kommt, dass ich aktiv-gestaltend werde. Schön, wenn Du es kannst Maren. Viel Erfolg dabei!

    beste Grüße

    Micha

  3. Armin

    Hallo Dirk,Maren und Micha… Klares Ja! Die Leader wollen Veränderung, ja sie fordern es geradezu ein. Eine gute Unternehmenskultur weiß, dass das Unternehmen auf Dauer nur überleben kann wenn es sich immer und immer wieder neu erfindet, also verändert. Denn das Umfeld stellt jeden Tag neue Herausforderungen. Das spannende für mich ist vielmehr zu beobachten, dass “Leader” sich nicht an die “Kompetenzen” unterhalb der Wasserlinie im Eisberg-Modell herantrauen. Und ein Wissen über “Glaubenssätze” bzw. die logischen Ebenen nach Dilts ist nicht vorhanden. Die meisten Leader wollen zwar Verhaltensänderung, wissen aber nicht das höher gelegene Ebenen (z.B Glaubenssätze)dies verhindern / verhindern kann. Ich suche daher immer und immer wieder aktiv das Gespräch. Durchaus auch vielemals erfolglos, weil mein Gegenüber lieber über der Wasserlinie vom Eisberg operiert, will sagen: “mach’s nicht so kompliziert – coache lieber auf ein neues Verhalten”. Fazit für mich: Verhaltensänderung ist gewünscht – es soll nur schnell und einfach gehen.
    Und ja, Maren, Du hast recht: bei den Leadern anfangen, das können auch die “informell” Leaders sein, also die Meinungsbildner, die aber im Org-Chart nicht ganz oben stehen.

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