Anhand der Peanuts – Ein Vergleich – nlp und nlp-advanced EinsichT
Ein lohnenswerter Blick… (übernommen aus einer NLP-Masterabschlussarbeit)
…für all jene, welche sich mit NLP weiter entwickelt haben und fragen: “Wie geht´s weiter?
Mit NLP lernen wir Situationen zum Positiven zu nutzen. Das wird zum Beispiel unterstützt durch: Reframes, Verhaltensflexibilität, erkennen der positiven Absicht, bewusstes Ressourcenmanagement und Meta-chunks. Anschließend können wir adäquater und flexibler reagieren.
Mit E-in-sich-T machen wir uns bewusst, dass die Verantwortung (auch die unserer Wahrnehmung) und das daraus resultierende Verhalten ausschließlich bei uns liegt. Dieses Bewusstsein führt sehr tief und steigert unsere Authentizität und unsere Lebensqualität. Wir gestalten immer bewusster das, was wir im Innersten wollen.
Mögliche Intentionen des NLP:
Das NLP unterstützt uns darin, stärker zu werden. Unseren Wünschen und Zielen nach zu gehen und unser Potenzial best möglichst aus zu schöpfen. Es lehrt im Aussen zu erkennen wie unsere Kommunikation beim Gegenüber ankommt um dann mit Flexibilität darauf zu reagieren. Zu führen um eine gemeinsame win-win Situation zu erreichen. Das NLP lehrt Ressourcenmanagement für mehr Flexibilität.
Mögliche Intentionen der E-in-sich-T-Orientierung:
Die E-in-sich-T-Orientierung stellt die eigene Reaktion auf etwas in den Mittelpunkt. Mit der zentralen Frage. “Wie mache ich mich?” die als Vehikel gilt um sich und seinem wahren Selbst auf die Spur zu kommen. Weg von auferlegten und trainierten Mustern, die unbewusst aktiviert werden, hin zum freien und authentischen Sein. Voller Verantwortung für das eigene Tun. Selbst-bestimmt statt fremdgesteuert. Mit der Macht und dem vollen Potenzial bei uns, der eigenen Person, und nicht im Außen. Hierzu ein Beispiel:
Ein praktisches Beispiel mit den bekannten PEANUTS, by Schulz
In diesem Cartoon sitzt Linus genüsslich vor dem Fernseher. Er lässt sich berieseln und die Welt scheint für ihn in Ordnung zu sein. Dann naht seine Schwester Lucy. Sie geht an ihm vorbei, läuft zum Fernseher und sagt: “Gut, du hast jetzt lange genug ferngesehen… Jetzt will ich meine Sendung anschauen!” und schält auf ihr gewünschtes Programm um. Linus springt auf und rennt schreiend weg: “AAAAAh!” “Ich halt´s nicht aus!” brüllt er im Stehen. “Sie macht mich wahnsinnig!” kreischt er und trommelt mit der Faust auf das Sofakissen. “Wie kann ich mit solch einer Schwester nur leben?!” jammert er in das Kissen. “Ich halt´s nicht aus! Ich halt´s einfach nicht aus!” Er steht auf, knirscht die Zähne aufeinander, verzerrt sein Gesicht und krazt und reisst an seinem T-Shirt umher: “RAAAAAAAAHH!” bis es zerreisst.
Entsetzt und überrascht schaut er auf die offene Stelle und sagt: “Meine Güte… Sie hat mich dazu gebracht, mein T-Shirt zu zerreissen!”
Betrachten wir die Situation mit der NLP-Fokusierung:
Das Muster, dass Lucy kommt und Linus geht ist ein bekanntes und integriertes Verhaltensmuster zwischen den beiden. Lucy bestimmt – Linus fügt sich. Lucy macht ganz ungerührt was sie sich vorgenommen hat – Linus regt sich auf. Mit dem Werkzeugkasten des NLP kann Linus für sich neue, “bessere” Verhaltensweisen, Vorgehensweisen und Glaubenssätze erarbeiten. Damit kann er effektiver auf Lucys Auftritt reagieren. Er könnte Submodalitätsarbeiten machen, sich Lucy mit Segelohren vorstellen, mit piepsender Stimme und grün wie ein Marsmännchen. Dann einen Swish einsetzen, einen Change History oder gar einen Reimprint durchführen. Er könnte sich dissoziieren um mit Abstand auf das reagieren, was er erlebt. Er könnte die Verhaltens-Als-Ob-Methode durchführen, einen Moment of Excellence oder den New Behavior Generator. Er könnte seine Werte überprüfen um für sich selbst authentischer ein zu treten. Und vieles mehr bietet das NLP an. Somit könnte Linus zum Beispiel Durchsetzungsvermögen, Mut, Selbstbewusstsein und noch mehr aktivieren. Dabei kreiert er sich mentale Alternativen, die er beim nächsten Mal real bei Lucy anwenden kann.
Betrachten wir die Situation mit der E-in-sich-T-Fokusierung:
In E-in-sich-T gehen wir davon aus, dass der Mensch bereits über ein “starkes Ich” verfügt. Das kann sehr viel bedeuten – ein “starkes Ich.” Gemeint ist damit, dass der Mensch über entsprechende Lebenserfahrungen verfügt, sich häufig seinen Problemen gestellt hat, an den meisten gewachsen ist, sich mit Herausforderungen auseinander gesetzt hat. Erfolge für sich erzielt und sein Ego schon öfter ausgelebt hat. Aufgrund dessen wird sich dieser Mensch ein gesundes Selbstbewusstsein und eine gewisse persönliche Reife und Stärke erarbeitet haben. Die ist hier auch gut angebracht. Warum? Professor Vera F. Birkenbihl sagte einst: “Wer den kleinen Weg der Erleuchtung gehen möchte, der braucht ein starkes Selbst um seinem Selbst ein Stück näher zu kommen.” Das trifft auf die E-in-sich-T -Orientierung genau zu. In unserem Beispiel würde sich Linus die Frage stellen: “Wie mache ich mich?” “Wie mache ich mich damit, dass Lucy kommt und das Fernsehprogramm ändert?” Somit richtet Linus die Aufmerksamkeit weg vom Auslöser und Verursacher außen hin zu seiner inneren Reaktion. Bereits dieses kurze Innehalten, dieses Hinterfragen, durchbricht den Ablauf des bisherigen Musters. Eine kleine Form der Dissoziation in eine Assoziation (nähmlich die des Abstand nehmens und des Fragenden.) Dies nennen wir die Dis-Assoziation. “Wie mache ich mich?” Somit bekommt Linus plötzlich einen anderen Zugang zur Situation und wird sich dessen Verhaltensmuster bewusster! Ja, bewusster! Damit kann er sich jetzt aus sich selbst heraus, in eigener Verantwortung für ein Verhalten entscheiden, das ihm entspricht und dieses bewusst in vollen Zügen auskosten. Das könnte immer noch das Zerreisen sein, muss es aber nicht. Ein entscheidender Unterschied entsteht durch das bewusste Fragen. Denn die E-in-sich-T – Orientierung, macht Linus frei von den Re-aktionen auf´s Außen, die scheinbar vermeintlich auf ihn einwirken. Im Alltag anderer ist es der Fahrer auf der linken Seite auf der Autobahn, der “schwierige” Kunde, der “unfreundliche” Mitarbeiter, der “verständnislose” Vorgesetzte. Alles Etiketten die wir, die Beobachter, den Menschen auferlegen. Nichts reales, nur etwas für uns wirk-liches. Etwas das auf uns “Wirkung” erzielt. Was für ein Potenzial – sich dieser Wirkung bewusst zu werden und dann die Stufen der Einsicht-Veränderung zu durchlaufen.
Zurück zu Linus. Somit kann Linus auch mit EinsichT seine Reaktion ändern. Ein Unterschied liegt in dem Blickwinkel der Betrachtung. Im Vordergrund ist nicht die Situation im Außen, sondern wie er im Innern darauf reagiert. Mit einer, viele beschreiben es als, befreienden Konsequenz das zu machen, was seinem Naturell entspricht. Das kann unter anderem das Zerreißen des Shirts sein. Dieses Mal jedoch lustvoll und mit dem Bewusstsein, so dass es der reinen Authentizität entspricht. Das hat eine ganz andere Qualität. Zerreißen des Zerreißens wegen und nicht, weil Ressourcen fehlen!
Und E-in-sich-T geht noch weiter…
Die intensive Selbstreflexion ermöglicht ein tieferes vordringen zum eigenen “Ich”. Daher heisst diese Methode auch E-in-sich-T, mit Einsicht in sich. Bei Linus kann das heissen: Wenn er sich fragt, wie er sich macht damit – zum Beispiel wütend und nicht wehrend zu reagieren, setzt er sich mit sich selbst auseinander. Er übernimmt die Verantwortung für sein Handeln. Für sein Wütend werden. Für seine Wehrlosigkeit. Der Satz: “Sie hat mich dazu gebracht, mein T-Shirt zu zerreißen.” ergibt logisch betrachtet keinen Sinn. Wie hat Lucy das angestellt? Hat sie das angeordnet? Seine Hand geführt? Nein. Linus hat das selbst veranlasst. Linus gibt seine eigene Macht an Lucy ab. Er benutzt ihre Verhaltensweise, um sich selbst so verhalten zu können.
Hier ein kurzer Schwenk in den Alltag. Jemand sagt: “Du machst mich eifersüchtig…” Hmmm, wo ist die Macht? Bei dem Menschen der die Aussage macht, oder bei dem Menschen an den es adressiert ist? Jemand sagt: “Die Kunden sind schuld.” Wo ist die Macht? Das tolle für viele Menschen an diesen Äußerungen, der Mensch selbst braucht sich nicht zu verändern. Er kann ja nichts dafür. Und diese Menschen werden viele Gleichgesinnte finden und Synergien und Sympathien aufbauen. Alles sind sich einig. Da draußen ist der böse Bube! Und dadurch müssen die Betroffenen auch keine Verantwortung übernehmen, sie können ja eh nichts ändern.
Somit unterstützt die E-in-sich-T-Orientierung den Fokus auf das Selbst zu richten. Bewusst zu entscheiden, Themen anzugehen und weiter zu er-wachsen. Sich von äußeren Zwängen mehr zu befreien und die eigene Verantwortung für sich zu übernehmen. Wir kommen uns selbst ein weiteres Stück näher, indem wir uns bewusst machen, was wir tun, wie wir es tun, weshalb wir es tun und ob wir es dann wirklich noch tun wollen. Und dann starten wir durch mit Genuß und allem was dazu gehört indem Swir uns selbst “machen.”
Und wie im NLP, so führt auch diese Orientierung viel weiter, als es diese Zeilen anregen können.
Adaptiert aus einer NLP-Masterarbeit von 2007.


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